Mitgliedsverein

Die Regenwaldgruppe Ranoala e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit folgendem Ziel:
Wir möchten den Natur- und Umweltschutz in Madagaskar fördern. Dazu sollen die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung und der Erhalt der Natur, vorrangig des tropischen Regenwaldes, im Fordergrund stehen. Ortsansässige Gruppen und Akteure in Madagaskar werden aktiv beim Regenwaldschutz unterstützt, zusammengeführt und betreut. Dazu werden gemeinsame Projekte organisiert. Wir möchten in unserer Öffentlichkeitsarbeit Vorträge, Ausstellungen, Publikationen sowie Projekte mit Kindern und Jugendlichen realisieren. Kulturveranstaltungen, Workshops und Seminare mit Aufklärungscharakter zur Regenwald-Problematik sollen unsere Projektarbeit unterstützen.
Flyer zur Regenwaldgruppe
Geschichte unserer Gruppe
Die Regenwaldgruppe der Grünen Liga gibt es seit 1994. In dieser Zeit entstand auch das erste Regenwaldprojekt bei Foulpointe an der Ostküste Madagaskars.
Im Oktober 2006 gründeten wir einen eigenständigen Verein, die „Regenwaldgruppe Ranoala e.V.“ (Rano = Wasser, Ala = Wald) innerhalb der Grünen Liga Dresden/Oberes Elbtal e.V. Unser Projektpartner in Madagaskar ist die Ligue Verte Ranoala in Toamasina an der Ostküste Madagaskars. Sie ist eine gemein-nützig anerkannte Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, der fortschreitenden Umweltzerstörung in Madagaskar entgegenzuwirken. Gegründet im Jahre 1995 gehört sie zu den wenigen Vereinen Madagaskars, die im Naturschutz aktiv sind. Sie wird in ihren Aktivitäten nicht nur von den Behörden in der Provinz, sondern auch von der ländlichen Bevölkerung akzeptiert. Unsere bisherige Arbeit Von 1994 bis 2001 wurde ein Schutzwaldstreifen um ein Reststück Regenwald bei Sahamamy an der Ostküste der Insel angelegt (256.000 Bäume von 25 verschiedenen Arten auf ca. 160 ha). Notwendig waren dazu umfangreiche Aufklärungstätigkeiten im Regenwaldgebiet. Im Januar 2003 wurde eine Bewässerungsanlage zur Förderung des Nassreisanbaus in den Niederungen von Sahamamy/Mahavelona gebaut. Für die Landbevölkerung der Ostküste wurde 2005 Lehrmaterial mit dem Titel „Umweltproblematik in Madagaskar und deren Alternativen“ angefertigt. Zusätzlich veranstaltete die Ligue Verte Ranoala in der Region Seminare zu ökologischen Zusammenhängen und zur Familienplanung.
Erreichbarkeit:
Mail: ranoala@grueneliga.de
Weitere Informationen und Impressionen
Aktuelles
Wiesenvielfalt und Regenwald …
… im Ost-Erzgebirge und in Ost-Madagaskar
MAD-AG-Camp im Bielatal
Zu den vielfältigen Aktivitäten der MAD-AG-Jugendlichen im heimatlichen Ost-Erzgebirge gehören vor allem alljährliche Pflanz- und Pflegeeinsätze für klimawandeltauglichen Mischwald. Die Naturschutzbemühungen gelten in der Region aber auch artenreichen Wiesenbiotopen. Seit vier Jahren kümmern sich die Schülerinnen und Schüler um den Erhalt der Feuerlilien auf der „Wiese ander Bahnlinie“, nordwestlich vom Geisingberg – eine sehr erfolgreiche Gemeinschaftsaufgabe von Naturschutzstation Osterzgebirge, Sachsenforstbezirk Bärenfels und Madagaskar AG. Derzeit stehen die (in Sachsen vom Aussterben bedrohten) Feuer-Lilien hier in allerprächtigster Blüte!
Zum fünften Mal wird Anfang Juli auch wieder das „Madagaskar-AG-Camp beim Heulager“ stattfinden (wobei das eigentliche Heulager ferienbedingt leider erst eine Woche später beginnt). 15 MAD-AGler haben sich wieder angemeldet, im Bärensteiner Bielatal zu zelten und bei der Pflege der „Bielatalbiotope“ mitzuhelfen. Um den Bogen zwischen Biologischer Vielfalt der osterzgebirgischen Bergwiesen und des ostmadagassischen Regenwalds zu schlagen, steht auch wieder eine Exkursion auf dem Programm des Camps – diesmal geht es zu den Lemuren im Zoo von Ústí n.L./Aussig. Außerdem ein Madagaskar-Filmnachmittag in der Bärensteiner Galerie Geißlerhaus sowie eine Lagerfeuer-Gesprächsrunde mit dem Madagaskar-Kenner, Anwalt und Buchautor („Vaovao“) Dr. Georg Jaster am Montagabend (3. Juli). Interessenten sind dazu herzlich eingeladen ins Bärensteiner Bielatal! (Beginn voraussichtlich gegen 18.00 Uhr). Und dann wird es am Dienstag, den 4. Juli, auch wieder den „genialsozial“-Tag geben. Finanziell unterstützt durch die Grüne Liga Osterzgebirge, wollen sich die Madagaskar-AG-Mitglieder abermals der Wiese an der Rehaklinik Raupennest widmen. Also: Wiesemähen (mit Einachsmäher und Sensen), das Mähgut beräumen, die Rasennarbe mit Stahlharken auflockern und erneut samenreichen Scheunenkehricht von den Bielatalbiotopen hier ausbreiten. Irgendwann wird es mit Sicherheit klappen, dass das Grünland hier bunt wird. Es braucht nur Geduld – und das nachhaltige Engagement von jungen Leuten, denen die Biologische Vielfalt wichtig ist.
Rasen zu Wiese – an der Rehaklinik Raupennest

Zugegeben: Bunt sieht anders aus. Bei der Präsentation der „Raupennestwiese“ zum Tag der Offenen Tür der Kurklinik zeigte sich das Grünland überwiegend – grün. Dabei stecken da nun schon drei Jahre mühevolle Mahd und eine Menge zusätzlicher Naturschutzaufwand drin. 2019 hatte sich die Klinikleitung – auf Wunsch der Belegschaft – an die Grüne Liga Osterzgebirge mit der Frage gewandt, wie sie aus dem bis dahin kurzgeschorenen Zierrasen eine blütenbunte Schmetterlingswiese machen könne. Seither entwickelt sich eine sehr schöne Partnerschaft zwischen der Raupennestklinik, dem Umweltverein und, vor allem, der Madagaskar-AG des Altenberger Glückauf-Gymnasiums. Jedes Jahr beim „genialsozial“-Tag, kurz vor den Sommerferien, mähen die Schülerinnen und Schüler die Fläche. Wobei mehrere Blühinseln stehen gelassen werden. Auf der einstmals moorigen und teilweise borstgrasrasenartigen Fläche dankt es im Hochsommer dann das Heidekraut mit rosarotem Blütenzauber, besucht von vielen Insekten. Um auch zuvor schon bunte Bergwiesenblumen blühen zu lassen, wurden Teilbereiche mit Stahlharken aufgelockert und Heusamen (diasporenreicher Scheunenkehricht) von den sehr artenreichen Bielatalbiotopen ausgebracht.
Doch trotz etwas Kalkung vor zwei Jahren bleibt bislang das Ergebnis zumindest optisch hinter den Hoffnungen zurück. Offenbar braucht man unter Fast-Kahleberg-Bedingungen doch einige Jahre mehr Geduld. Nichtsdestotrotz unterstützt die Klinikleitung im Gegenzug die Projekte der Madagaskar-AG mit Spenden. Beim Tag der Offenen Tür am 18. Juni übergab die Klinikleiterin, Anke Gundel, symbolisch einen Scheck über 1.000 Euro.

Moneten für Müll
Auch mit einer anderen, recht kreativen Aktionsidee haben die MAD-AGler eine beträchtliche Spendensumme für die Unterstützung der Wiederaufforstungsinitiativen im madagassischen Regenwalddorf Anjahambe eingeworben. Im März holten sie Müll aus dem Naturschutzgebiet Weicholdswald. Die Menge des dort – in einem Bergloch hinter der größten Weißtanne – über Jahrzehnte verklappten Schrotts und Unrats übertraf die schlimmsten Befürchtungen bei weitem. Der zuvor ausgegebene Spendenaufruf „1 Euro pro Kilo Müll“ hätte Eltern, Lehrer und Grüne-Blätt’l-Leser in den Ruin getrieben. Dennoch kamen am Ende rund 500 Euro Spenden zusammen. Ganz herzlichen Dank an alle, die sich an dieser Aktion beteiligt haben! Noch einmal ungefähr die gleiche Summe hatten die Schülerinnen und Schüler seit letztem Jahr bei weiteren Spendeninitiativen eingeworben (z.B. Weihnachtsmarkt in Geising). So konnten jetzt eine größere Überweisung zu den Projektpartnern nach Madagaskar transferiert werden. In Anjahambe setzt sich ebenfalls eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen für Natur und Umwelt ein.
Der „Analasoa-Club“ legt ein immer wieder bewundernswertes Engagement an den Tag!

Bäume für den Analasoa-Wald, Bildung für den Analasoa-Club

Seit über zehn Jahren unterstützen der Regenwaldverein Ranoala (Mitgliedsgruppe der Grünen Liga Dresden) und die Madagaskar-AG einWiederaufforstungsprojekt rund um einen kleinen Restregenwald namens Analasoa („der gute Wald“) beim ostmadagassischen Dorf Anjahambe. Einen Großteil der praktischen Arbeiten wie auch der zugehörigen Öffentlichkeitsarbeit übernimmt dabei eine Gruppe engagierter Schülerinnen und Schüler, die sich Analasoa-Club nennen. Als „Dankeschön“ und Motivation finanzieren die detuschen Freunde den jungen Leuten Exkursionen zu Regenwald-Umweltbildungsorten. Im letzten Oktober waren sie zum Beispiel, gemeinsam mit drei Jugendlichen der Madagaskar-AG, im bekannten Andasibe-Nationalpark. Mit den jetzt überwiesenen Spendengeldern wird Anfang Juli nun über 40 Schülerinnen und Schülern ein Wochenendausflug in das Schutzgebiet (Reserve Speciale) Analalava ermöglicht. Dabei handelt es sich um den größten Tiefland-Regenwaldrest in Provinz Tamatave/Toamasina. Erhalten blieb er dank eines Schutzwaldgürtels, der in den 1990er Jahren von Ranoala und seinen damaligen madagassischen Partnern aufgeforstet wurde. Heute bietet hier ein von Missouri Botanical Garden unterstütztes Schutzgebietszentrum hervorragende Naturschutzbildung. Derartige Ausflüge bedeuten für die jungen Freunde des Analasoa-Clubs freilich nicht nur Bildung, sondern auch großartige Gemeinschaftserlebnisse. Verreisen ist für die überwiegend materiell sehr arme Dorfbevölkerung ein ansonsten unerschwinglicher Luxus. Benzin kostet fast genauso viel wie in Europa, entsprechend hoch sind die Preise der Buschtaxis. Ein normaler Lohn, beispielsweise eines Waldarbeiters, liegt indes bei durchschnittlich unter 2 € – pro Tag! Um sich die Teilnahme an der Exkursion zu erarbeiten, organisiert der Analasoa-Club zuvor wieder einen größeren Pflanzeinsatz im Analasoa-Wald.
Das dafür notwendige Pflanzmaterial haben sie bereits in der zum Waldprojekt gehörenden Baumschule angezogen. Jeden zweiten Sonnabend treffen sich die Jugendlichen zu einem gemeinsamen Naturschutzeinsatz. Die Unterstützung durch die deutschen Freunde ist für all dies nicht nur in materieller Hinsicht sehr motivierend. Und dies gilt sicher auch umgekehrt: für die Madagaskar-AG gehören „Global denken“ (Regenwaldschutz in Madagaskar) und „Lokal handeln“ (Naturschutzengagement im Erzgebirge) zusammen.

Projektserkundungsreise Vohilava, Kommune Vohilengo, Region
Analanjirofo, Madagaskar Dezember 2022 bis März 2023
Am 23. 12. flogen wir nach Madagaskar, Antananarivo und kamen Heilig Abend an.
Am 26. 12 2022 wurden Forstsaatgut beim SILO national des Graines Forestières (SNGF) und
mehrere Sorten von Gemüsesaatgut gleich in Antananarivo gekauft.
Am 27.12.2022 begann die Fahrt in Richtung Projektort. Unser erstes Ziel war Tamatave, ca. 380 km entfernt.Wir wollten Silvesterabend in Anjahambe verbringen, der Ort liegt nur ca. 15 km Luftlinie vom Projektort Vohilava entfernt, also starteten wir am Silvestermorgen. Am 01.01.2023 begannen wir alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, wie Proviant kaufen, Träger organisieren, das nötige Equipment testen, Probelauf.
Am 03.01.2023 brachen wir auf nach Vohilava. Die Autofahrt war in Agnivorano zu Ende, dort überquerten wir den Fluss Maningory mit einem Einbaumboot und da kamen die organisierten Träger ins Spiel. Der Fußmarsch dauerte etwa 4 Stunden, alles Gepäck wurde auf den Schultern bis Vohilava getragen. Auf dem Weg vom Fluss bis Vohilava, legten wir in Sahafitarina eine Pause ein. Dort gaben wir ein Päckchen aus Deutschland ab undkamen dabei ins Gespräch mit der Dorfbevölkerung. Sie sprachen dabei von einem ca. 25 ha großen Regenwaldstück Agnalabimerogna, welches sie sehr gern geschützt haben wollen. Sie wussten auch um unser bisheriges Regenwaldschutz- Projekt in Anjahambe (2008 -2023), dadurch schenkten sie uns sehr unkompliziert ihr Vertrauen und wollten mit uns zusammen ihren Regenwald Agnalabimerogna schützen und erweitern. Erst bei der Ankunft in Vohilava wurde uns mitgeteilt, dass die Partner des geplanten Regenwaldschutz- Projektes Analanjahana trotz Voranmeldung leider nicht anwesend waren.
Am 05.01.2023 war der Workshoptag, also hatten wir den 04.01. 23 Zeit für die neuen Interessenten, die uns auch noch in Vohilava besuchten und uns persönlich einluden. Wir nahmen das Angebot dankend an und entschieden, den nächsten Tag zu nutzen, um die neuen Projektpartner zu besuchen und den Arbeitsplan zu entwickeln sowie eine Exkursion in den zu schützenden Regenwald zu unternehmen.
Wir hatten Essen für eine Waldbegehung Analanjahana geplant. Wir entschieden schnell, diese freie Verpflegung für die Regenwaldbegehung am nächsten Tag zwischen den Dörfern Andrôhomasina/ Sahafitarina zu nutzen. Dieser Tag wurde sehr intensiv und auch sehr hoffnungsvoll begangen. Der Regenwald, ein sehr dicht gewachsener Waldbestand, war seine Begehung wert. Wege gab es nicht, wir mussten uns manchmal mit Macheten durchs dichte Unterholz Durchgang verschaffen. Nach der Waldbesichtigung gab es eine intensive, angeregte Diskussion zum Thema Aufforstung und Regenwaldschutz.
Es leben 7 große Familien verstreut in verschiedenen Dörfern um den Regenwald, welche gemeinsam den Wald schützen. Der Familien-Chef in Andrôhomasina hatte sich bereits vorgestellt,die gesamte Pflanzenproduktion in den Baumschulen zu übernehmen.
Die Bewohner sind sehr erfreut, dadurch seltenes Saatgut und einheimische Arten pflanzen zu können. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass einige Pflanzen aus der Baumschule gestohlen werden könnten. Es wäre aber ein positiver Beitrag zur Förderung der ländlichen Aufforstung ein Teilziel des Projektes. In der Dorfgemeinde Antanambao Douany mangelt es nicht an Arbeitskräften für die Baumpflanzungenund Waldpflege. Durch den Projektabschluss hätten einige Bauern einen guten Nebenverdienst und werden damit auch Partner beim Schutz des Projekts vor Unregelmäßigkeiten. Zum Tagesabschluss wurde vorgeschlagen, dass die Dorfgemeinschaft ein Projektentwurf entwickeln soll. Wir vereinbarten ein neues Treffen am 21.01.2023 mit den Vertretern der sieben großen Familien. Danach begann der Rückmarsch ins Dorf Vohilava, wo wir für den nächsten Tag das Seminar nochmal durchsprachen, ob alle Aufgaben und Verantwortlichkeiten gut verteilt sind.
Am 05.01.2023 begann nach 8 Uhr der Seminartag, welcher in der Grundschule in zwei Klassenräumen durchgeführt wurde: ein Raum für Bildervorträge und einer für Diskussionsrunden wurde uns zur Verfügung gestellt. Durch die Mitschrift von der Schultafel und der Anleitung des Seminarleiters und seiner ortsansässigen Assistenten*innen konnten die Teilnehmer*innen am Abend selbstständig einen groben Projektantrag formulieren. Der erste Bildvortrag demonstrierte den Verlauf des Verfalls eines ungeschützten intakten Regenwaldes zu einer degradierten dominierenden Graslandschaft und Bodenrutsch. Bei der ersten Diskussion sollten die Teilnehmer*innen selbständig Ideen für Produktionsmaßnahmen unter Berücksichtigung des Bodenschutzes entwickeln.
Einige der teilnehmenden Frauen bekochten das Seminar, die Männer brachten dafür das Brennholz
herbei. Alle Teilnehmer stärkten sich zu Mittag mit dem leckeren Essen und gingen danach in die
zweite Seminarrunde. Der zweite Bildvortrag zeigte visuell die realisierten agroforstlichen Maßnahmen
der Regenwaldgruppe RANOALA e.V. um das Regenwaldgebiet Analasoa bei Anjahambe als Beispiel für ein nachhaltiges Projekt. Bei der zweiten Diskussion konnten die Teilnehmer*innen ihre vorgeschlagenen Maßnahmen verbessern, durch die praktischen, erfolgreichen Projektbeispiele der Regenwaldgruppe Ranoala. Am 06.01.2023 trafen sich die Frauen des Fikambanana Vehivavy Tontoitra Vohilava (Verein der aufgewachten Frauen in Vohilava) für die Besichtigung zweier Gartengrundstücke, wo sie ihren geplanten Gemüseanbau sowie Hühnerzucht für Fleischund Eierproduktion durchführen können. Unser Vorschlag war ein Grundstück in einer Niederung, nicht direkt im Dorf wegen der Haustiere, nahe einer Wasserquelle zu nutzen, um die Pflanzen ausreichend bewässern zu können sowie durch vorhandene Bäume natürliche Schattenbildung zu nutzen. Die Frauen haben sich für ein anderes Grundstück entschieden, nach unseren Kenntnissen nicht so vorteilhaft, Hanglage mit Vollsonne und kein Wasser in der Nähe. Vor unserem Abschied wurden einige Tüten Saatgut verschiedener Arten an FVTV als Anbauprobe übergeben.Wir erhielten bereits Fotos von den wachsenden Pflanzen des neuen Gartens. Nicht jedes Saatgut ist gewachsen, vielleicht aufgrund der Arten oder der Qualität des Saatguts. Es besteht Nachfrage an neuem Saatgut. Die Frauen arbeiten auch tatkräftig an ihrer detaillierten Projektbeantragung für den Gemüseanbau und der Hühnerzucht. Bis zum nächsten Termin in den Nachbarorten Andrôhomasina/ Sahafitarina hatten wir Zeit für das alte Projekt Regenwaldschutz- Projekt in Anjahambe (2008 -2023). Wir machten uns am 07.01.2023 früh auf den Weg.Träger halfen uns wieder bis zum Auto hinter dem großen Fluss Maningory. Danach ging es die 27 km auf zum Teil befestigter Straße im Auto zurück nach Anjahambe. Wir schauten uns zuerst die Baumschule an, die seit 2008 bis heute produktiv genutzt wird und deren Einrichtung im Rahmen der Aufforstungsprojektedurch die Stiftung Nord- Süd- Brücken 2008-2011finanziert wurde.
Der gebildete Vorwald aus schnellwachsenden Arten wie Accacia mangium und anderen Leguminosearten erreicht eine Durchschnittshöhe von etwa 27 m und können schon Brenn- und Baumaterialen (Rundholz, Bretter) liefern. Er wird langsam durch Anreicherungsmaßnahmen aus lokalen Pflanzenarten ersetzt. Dadurch wurde die Unterschicht, zwischen den gepflanzten schnellen wachsenden Baumarten durch Pflanzungen und Naturverjüngungen, langsam dicht. Es hat sich ein gutes Biotop für die Fauna und Flora gebildet. Die Fauna hat sich sehr erholt, indem sehr viele Arten zurückgekommen sind. Sehr bemerkenswert sind die großen Schalgenarten, verschiedenen Halbaffen (Mausmaki, Aye-Aye, …) und besonders verschiedene Vogelarten (große Flughunde, Weißvögel, Wasservögel, …). Die Vögel benutzen den Wald Analalava zum Ausruhen. Je nach Art verlassen sie den Wald am Tag (z.B. Wasservögel) und kommen in der Dämmerung zurück, oder am Abend (z.B. Flughunde) und kommen beim Tageseinbruch zurück und schmucken höheren Äste vieler großen Bäumen beim Tagesschlafen.
In Ampasimbola halfen wir der Dorfgemeinschaft bei der Projektentwicklung einer kleinen Wasserkraftanlage für die Stromgewinnung. Die 99 Familien des Dorfes sind ohne Elektrizität, außer den wenigen Familien, die sich eine kleine Solaranlage leisten können. Mit der geplanten Wasserkraftanlage können alle Familien mit Strom versorgt werden. Das ist sehr wichtig, da das ganze Jahr ab ca. 18 Uhr die Dunkelheit einsetzt. Oft werden kleine Holzfeuer zur Beleuchtung der Küche bis zum Schlafen gehen genutzt. Durch elektrisches Licht würde der Holzverbrauch entscheidend zurückgehen. Des Weiteren können verschiedene kollektive Techniken wie zum Beispiel Kühltechnik und Geräte zum Reisschälen eingesetzt werden.
Am 20.01. zog der Zyklon Cheneso über den Osten Madagaskars. Er brachte sehr viel Regen und Stürme, die Flüsse waren nicht mehr passierbar, die Straßen oft nicht mehr befahrbar. Unser geplantes weiteres Treffen in Andrôhomasina wegen dem Schutz des Regenwaldes Agnalabimerogna mussten wir absagen.
Der Regen hielt über ca. 2 Wochen an, wir mussten ausharren und setzten einen neuen Termin für das Treffen auf den 15.02.2023 an. Wir kamen an diesem Tag voller Hoffnung in Andrôhomasina an. Dieses Treffen verlief leider nicht sehr erfolgreich. Zu unseren ersten gemeinsamen Beratungen am 05.01.2023 waren nicht alle Entscheidungsträger anwesend. Durch einzelne einflussreiche Mitglieder der sieben großen Familien wurde uns aus unbekannten Gründen weitere Schritte zur Projektbearbeitungenim Regenwald Agnalabimerogna untersagt. Diese Nachricht war für uns sehr schmerzlich. Wir nutzten nun die verbliebene Zeit, um andere Interessenten zu finden. Das Treffen mit der Forstbehörde von der Regionalhauptstadt Fenerive war am erfolgreichsten. Sie möchten mit unserer Hilfe das 24.000 ha große Regenwalstück Tsinjoarivo, gleich in der Nachbarkommune Miorimivalana und einen Tagesmarsch von Vohilava entfernt, schützen. Leider blieb uns nicht genügend Zeit für intensive Gespräche, notwendig für die Erarbeitung des Projektentwurfes sowie der Beantragung in schriftlicher Form. Auf Grund des sehr umfangreichen Projektes können wir jetzt noch nicht sagen, wann die Vorbereitungen abgeschlossen sein werden.


Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den
Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.
This project is co-financed from tax funds based on the budget passed by
the members of the Parliament of the Free State of Saxony.

Die Projektplanung kann bald Realität werden
Jetzt haben wir Nägel mit Köpfen gemacht. Der Projektplanungsflyer ist nun keine Farce. Januar, Februar waren wir, durch neue geplante Aufforstungsprokjekte, vor Ort in der Kommune Anjahambe und konnten die Dorfgemeinschaft Ampasimbola für ihr Wasserprojekt, durch unsere angeplante mögliche finanzielle Unterstützung, entgültig begeistern. Wir konnten mit ansässigen Ingeneuren gemeinsam vor Ort, Messungen und Planungen vornehmen. Sie sind sozusagen schon mit im Boot und werden das Projekt umsetzen und qualifiziert leiten, sobald finanzielle Unterstützung gefunden wurde. Für uns geht es nun um den gewaltigen Kraftakt Geldgeber, Sponsoren zu gewinnen. Wir freuen uns über jeden Betrag der auf unser Konto eingeht, mit der entsprechenden Zuweisung.


Projektplanung:
Nutzung eines kleinen Wasserfalls zur Sromgewinnung, sowie Herstellung von Pellets um die Holzkohle zum kochen langfristig zu ersetzen im Dorf Ampasimbola.


Projekte

Die Arbeit des Vereins Ranoala beinhaltet zwei Schwerpunkte: Einerseits liegt der Fokus auf der Aufforstung in Mahavelona (Foulpointe) sowie Anjahambe. Dort hat der Verein zusammen mit der ortsansässigen Ligue Verte Aufforstungsprojekte, die bis zum Jahr 1994 zurückgehen. Der Regenwald Madagaskars ist fast komplett zerstört und die beiden Vereine haben es sich zur Aufgabe gemacht, die genannten Regionen bei der Pflanzung von Bäumen zu unterstützen.
Die Schulpartnerschaft zwischen Anjahambe und Altenberg ist wesentlich jünger als das Forstprojekt und ist aus der Aufenthaltszeit der weltwärts-Freiwilligen im Projektgebiet hervorgegangen. Ausgelöst durch einen Malwettbewerb 2010 entstand ein reger Austausch zwischen Madagaskar und Deutschland, der ständig wächst und in mehrere Schüleraustausche gipfelte.
Aufforstung
Anjahambe Madagaskar
Projektbezeichnung:
Aufforstung und Einführung agroforstlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarproduktion und zur Sicherung des akuten und künftigen Energie- und Holzbedarfes in der Gemeinde Anjahambe / Madagaskar
Schwerpunkte:
Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohner Förderung von Land- und Forstwirtschaft Umweltbildung
Laufzeit:
2008 – 2010

Unser Projektpartner in Madagaskar ist die Ligue Verte Ranoala in Toamasina an der Ostküste Madagaskars.
Standort:
Das Projektgebiet befindet sich an der Ostküste Madagaskars.
Etwa 150 km nördlich von der Provinzhauptstadt Toamasina gelangt man auf einer 40km langen Straße nach Anjahambe.
Ziel:
Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in der Kommune Anjahambe durch Erzeugung von Energieträgern und Baumaterial, Schaffung einer verbesserten und ständigen Nahrungsmittelproduktion durch Erzielung stabiler und höherer Erträge auch bei anderen lebensnotwendigen Nahrungsmitteln, langfristige Sicherung der Produktionsgrundlagen Boden, Wald und Wasser und Sensibilisierung der heranwachsenden Generation für ökologische Zusammenhänge. Durch das Zusammenbringen von Wald und landwirtschaftlichen Anbauten (Reis, Gemüse, Obst) sollen die Lebensbedingungen im ländlichen Raum verbessert und die natürlichen Ressourcen erhalten werden.
Maßnahmen:
Auf degradierten Flächen sind umfangreiche Maßnahmen notwendig:
Errichtung einer Baumschule für Waldbäume, Obst- und Gemüsesorten Aufforstung von 70 ha degradierter Landschaft zur Lösung des dringenden Energiebedarfs mit bodenverbessernden, brennholzliefernden und schnellwachsenden Baumarten sowie zur Bauholzgewinnung Pflanzung an 6 Schulen bzw. auf privaten Flächen der Schüler-Familien Aufforstung auf Bergspitzen und Brachflächen der durch Wanderfeldbau gerodeten kommunalen Regenwaldflächen (Wiederbewaldung und Erosionsschutz). Verbesserung der Bodenqualität während der Brachezeit zur Erhöhung der Produktion durch Anbau ausgewählter Pflanzen Verbesserung des Nahrungsangebotes durch Anbau verschiedener Obst- und Gemüsearten fachliche Betreuung und Ausbildung des Personals vor Ort Einbeziehung der Schüler in die Baumpflanzaktionen und die Arbeit in der Baumschule zur Förderung des Umweltbewusstseins
Wie können Sie uns helfen?
Wir wollen jedes Jahr mindestens 6.000 lokale Laubbäume verschiedener Arten in Madagaskar pflanzen. Bereits mit einem Spendenbeitrag von 20 Cent können Sie einen Baum pflanzen lassen.


Bankverbindung
der Regenwaldgruppe
Ranoala e. V. Dresden
IBAN: DE23350601901626850029
Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank)
Schulpartnerschaft
Infolge verschiedener Umweltbildungsprojekte entwickelte sich seit 2012 in Anjahambe eine Initiative engagierter Schülerinnen und Schüler. Sie nennen sich Analasoa-Club, organisieren eigenständig Pflanzeinsätze und unternehmen Exkursionen. Das Erleben „richtigen“ Regenwalds in zum Teil weit entfernten Nationalparks ruft jedesmal große Begeisterung hervor und fördert die Motivation zu weiterem Engagement.
Die Unterstützung dieser außergewöhnlichen Jugendaktivitäten gehört mittlerweile zu den wichtigsten Zielen des Ranoala-Vereins. Mit Spendengeldern, vor allem aber auch dank Unterstützung durch das Programm „genialsozial“, konnte eine kleine Analasoa-Club-Bibliothek errichtet werden. Eine Fotovoltaikanlage liefert Strom, unter anderem für Rechner. Den Umgang damit erlernten einige Schüler und Schülerinnen bei einem Computerkurs in der Provinzhauptstadt, gefördert von Ranoala. Als ganz wichtig für die Projekte hat sich die Kooperation zwischen deutschen und madagassischen Jugendlichen erwiesen. Nicht nur in Anjahambe gibt es eine Schülerinitiative, die sich für den madagassischen Regenwald (sowie Natur und Umwelt im Allgemeinen) engagiert. Seit 2012 besteht am Gymnasium der erzgebirgischen Kleinstadt Altenberg eine Madagaskar-AG. Mit vielfältigen Aktionen unterstützen die Altenberger SchülerInnen das Engagement ihrer Alterskollegen in Anjahambe. Gleichzeitig werden sie auch mit eigenen Naturschutzeinsätzen in der Heimatregion Ost-Erzgebirge aktiv. Am aller wichtigsten ist aber die persönliche Begegnung. Einige Altenberger SchülerInnen waren bereits in Madagaskar. Gemeinsam mit neuen Freunden Regenwaldbäume zu pflanzen, ist eine ganz besondere Erfahrung! Der absolute Höhepunkt der bisherigen Schülerkooperation indes war der Besuch von acht Mitgliedern des Analasoa-Clubs im Frühjahr 2018 in Altenberg!
Malwettbewerb

Die Idee einer Schulpartnerschaft zwischen Altenberg und Anjahambe entstand eher zufällig und soll im folgenden kurz erzählt werden:
Malen für Lemuren
„Letzte Woche habe ich zusammen mit Tody dafür gesorgt, dass ein gefangener Mausmaki wieder in die Freiheit entlassen wird. Er wurde gefangen und sollte für 2 Euro als Spielzeug verkauft werden. 2 Euro sind hier ziemlich viel Geld und es war nicht einfach, die Jungs davon zu überzeugen, dass der Maki in die Natur gehört.“ Dies erlebte eine junge deutsche Mitarbeiterin 2010 gleich nach ihrer Ankunft. Die meisten einheimischen Lemuren sind inzwischen sehr selten geworden. Die kleinen Mausmakis gehören zu den letzten, die man auf der Insel außerhalb der Nationalparks noch sehen kann. Leider enden sie dann aber allzuoft in der Pfanne oder als Spielzeug für Kinder. Irgendwie müsste man den jungen MadagassInnen mitteilen können, wie wichtig die Artenvielfalt dieser einzigartigen Insel ist, auch für Menschen am anderen Ende der Welt …
Daraus entstand die Idee für einen Zeichenwettbewerb
„Unser Wald und seine Tiere“.
Beteiligt haben sich daran jeweils die 6. Klassen am Gymnasium Altenberg und an der Oberschule Anjahambe. Dabei entstanden kleine Kunstwerke sowie ausgeprägtes Interesse für das jeweils andere Land, dessen Natur, dessen Menschen – und wie diese leben.
Bäume pflanzen und Horizonte erweitern
Ein Schülerprojekt der Oberschule Anjahambe (Madagaskar) und des Glück-Auf-Gymnasiums Altenberg.Als Preis für die madagassischen TeilnehmerInnen des Zeichenwettbewerbs gab es einen gemeinsamen Ausflug in einen Naturpark, wo die meisten zum ersten Mal „richtigen“ Regenwald sahen (wie es ihn vor 20 Jahren auch noch um Anjahambe gab). Ihre spontane Reaktion:„Wir müssen bei uns noch mehr Bäume pflanzen, dann gibt es auch bei uns wieder Lemuren! (Und dann kommen vielleicht auch hier Besucher vorbei).“
Das Interesse an Madagaskar war geweckt!
Anfang 2012 sammelten die Altenberger Beteiligten des Zeichenwettbewerbs (inzwischen 7. Klassen) Ideen, wie der Kontakt nach Anjahambe aufrechterhalten und ausgebaut werden könnte. Dabei entstand der Plan, mit einer Film- und Fotodokumentation die Heimatregion (mit Winterlandschaft und Wintersport) sowie den Schul- und Schüleralltag festzuhalten. Unter anderem werden die Beteiligten auch im Wildpark die Tiere filmen, die sie vor einem Jahr als Zeichnungen nach Anjahambe geschickt hatten. Bei allem künstlerischen Talent: so richtig vorstellen konnten sich die jungen Madagassen wahrscheinlich nicht, wie ein „Hase“ oder ein „Eichhörnchen“ in Wirklichkeit aussehen. Ein schöner Plan, an dessen Umsetzung jetzt ganz engagiert eine „Madagaskar-AG“ am Altenberger Gymnasium arbeitet. Dem Regenwaldverein Ranoala wiederum ist wichtig, mit diesem SchülerInnen-Elan auch die Bemühungen für den Wald (und seine Tiere) zu unterstützen.
Und so sind die Jugendlichen des Gymnasiums eingeladen, selbst Erfahrungen beim Bäume pflanzen zu sammeln. Ein solcher Waldeinsatz wird gefilmt und in die Dokumentation eingefügt werden.
Projektpläne in Anjahambe 2012
Von Juni bis August 2012 werden wieder einige deutsche Ranoala-Mitglieder in Madagaskar sein. Neue Projektpläne müssen gründlich vorbereitet werden, gemeinsam mit den Projektpartnern vor Ort. Es sollen aber auch wieder neue Bäume gepflanzt werden. Noch gibt es in der Region kleine Regenwaldreste, deren Pflanzen und Tiere hochgradig gefährdet sind und dringend wieder Lebensraum brauchen. Besonders an den erosionsgefährdeten Hängen ist Wiederaufforstung sehr wichtig.
Die deutschen BesucherInnen werden an der Oberschule Anjahambe den von der Altenberger „Madagaskar AG“ gedrehten Film vorführen, die Fotodokumentation ausstellen und mit den SchülerInnenn darüber diskutieren.
Dann ist in den Sommermonaten (in Madagaskar: Winter) ein paralleles Film- und Fotoprojekt mit den siebten Klassen der Oberschule Anjahambe geplant.
Auch hier sollen die SchülerInnen ihre Heimat, Natur sowie ihren Alltag dokumentieren und für die Altenberger Partner erlebbar machen. Und natürlich soll es auch in Anjahambe wieder einen Schülerinnen-Pflanz-Einsatz geben.
Praktische Hilfe für den Wald ist wichtig – vor allem für Kinder und Jugendliche, die die später großen Bäume einmal schätzen werden. In Anjahambe wie in Altenberg.




Bankverbindung
der Regenwaldgruppe
Ranoala e. V. Dresden
IBAN: DE23350601901626850029
Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank)
Filmprojekt
Das neue deutsch-madagassische Schülerprojekt fand nun in diesem Jahr statt: es entstanden zwei Amateurfilme. Anjahambe und Altenberg zeigen jeweils Aufnahmen von Natur und deren Tieren, vor allem aber auch vom Alltag der SchülerInnen. Ein Madagaskar-Freundeskreis von 13-/14-jährigen GymnasiastInnen drehte mit kleinen Digitalkameras Filme in der Schule, zu Hause, aber auch bei einem Baumpflanzeinsatz am Kahleberg (unterstützt von Sachsenforst und der Grünen Liga Osterzgebirge).
Wir wollten zeigen, dass auch hier in Deutschland das Engagement von Menschen für die Natur nötig ist. Der von den SchülerInnen dann selbst zusammengeschnittene Film wurde im Sommer ein Riesenerfolg in Anjahambe. Allen organisatorischen Problemen zum Trotz konnten wir hier erstmalig „richtiges“ Kino zeigen – erst in der Grundschule vor rund 50 Gästen, dann noch zweimal „Open Air“ auf den Dorfplätzen mit jeweils mehreren hundert begeisterten ZuschauerInnen. Daraufhin wurde dann auch in Anjahambe der Film gedreht, welcher das Leben und die Natur des Dorfes zeigt. Wir sind gespannt, wie er wohl ankommt, wenn er fertig geschnitten ist und seine Premiere in Deutschland hat.
Am 28. Januar 2013 war es dann soweit: Nach endlosen Stunden Schneidarbeit der Fimmaterialien war der Film vorführfertig und hatte im Gymnasium Altenberg seine Premiere. Über 100 SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen kamen um das Ergebnis zu sehen – und es konnte sich sehen lassen. Auch hier war der Abend war ein voller Erfolg. Neben der Vorführung gab es noch einen Kuchenbasar und einen Souvenirstand, sowie Live-Musik einer madagassischen Band.
Mit dem kleinen „Madagaskar-Freundeskreis“, inzwischen AchtklässlerInnen, denken wir derweil schon über neue Projekte nach. Derzeit ist eine Fußballtrikot-Malaktion geplant, die junge KünstlerInnen auffordert, kreative Motive auf T-shirts zu bringen. Die fertigen Werke sollen dann unter den Partnerschulen ausgetauscht werden. Neben der offenbar geweckten Begeisterung unter einigen Jugendlichen in Anjahambe für „ihren“ Wald ist es das, was Mut macht dranzubleiben: das Engagement von jungen Leuten für die Natur, ob im Ost-Erzgebirge oder in Ost-Madagaskar.



Schüleraustausch 2018
2018 erhielten sechs Schülerinnen und Schüler des Analasoa Clubs und zwei Projektkoordinatoren die Möglichkeit nach Deutschland zu reisen, um ihre Partnerschule in Altenberg zu besuchen. Gefördert wurde die zweiwöchige Begegnungsreise durch ENSA, einem Programm von „Engagement Global“. Projektträger war der Schulförderverein des „Glückauf“-Gymnasiums. Ranoala unterstützte die Madagassischen Partner bei der Bewältigung der bürokratischen Hürden zur Beschaffung der Visa und half bei der Organisation des Besuchsprogramm in Deutschland.
Die erste Woche des Deutschlandaufenthalts fand während der Osterferien statt. Deutsche und madagassische Jugendliche waren zusammen in der Jugendherberge des Wildparks Geising untergebracht und konnten die Zeit nutzen, sich gut kennenzulernen. In der zweiten Woche wohnten die madagassischen Schülerinnen und Schüler bei Gastfamilien und besuchten die Partnerschule in Altenberg.
Während der Begegnungsreise fand ein gemeinsamer Bäumchenpflanzeinsatz statt, sowie Exkursionen unter anderem nach Tschechien, in den Nationalpark Sächsische Schweiz, nach Dresden und an die Forstuniversität Tharandt. Die gemeinsame Zeit wurde intensiv für den Austausch und zum Schmieden neuer Projektideen genutzt.
Der Schüleraustausch gehörte zu den herausforderndsten aber auch schönsten Umweltbildungsmaßnahmen bisher. Durch die geknüpften Freundschaften wurde die Zusammenarbeit, insbesondere die Schulpartnerschaft, gestärkt. Für beide Seiten sind die gemeinsamen Erinnerungen Motivationsgrundlage für zukünftige Projekte..



Austauschprogramm Weltwärts
Mai 2011
Die beiden Freiwilligen sind nun wieder zurück in Deutschland.
Leider wird es vorerst keine NachfolgerInnen geben.
März 2010
Das Freiwilligenjahr für Konrad und Elisabeth ist nun vorbei. Aber zwei neue Freiwillige gibt es schon: Kathrin und Benjamin werden ab Mai diesen Jahres für zehn Monate nach Anjahambe fliegen und die Projektarbeit unterstützen.
Auch Kathrin hat einen Blog erstellt, unter dem man ihre Berichte verfolgen kann: madafasikara.blogspot.com
Juni 2009
Elisabeth, eine zweite Freiwillige ist nun in Anjahambe angekommen und wird Konrad für 6 Monate unterstützen.
April 2009
Im Mai wird es soweit sein: Konrad wird als erster Freiwilliger über das „weltwärts“-Programm in das Projektgebiet Anjahambe fliegen. Zehn Monate wird er dort leben und arbeiten. Neben des Unterrichtens von Englisch in der Oberschule Anjahambes wird die Unterstützung des Forstprojektes zu seinen Aufgaben zählen. Unter dem Blog:
manahoana-tomboko.blogspot.com
kann man seine Erfahrungen und Erlebnisse verfolgen.
Januar 2009
Möglicherweise ziehen schon in diesem Frühjahr zwei junge PraktikantInnen für ein Jahr nach Madagaskar an den Rand des Regenwaldes. Das Programm „weltwärts“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Partnerschaft zwischen Ranoala e.V. und der Dresdener Hilfsorganisation arche nova e.V. sollen dies möglich machen. Die Bedingungen vor Ort sind sehr spartanisch, die anstehenden Aufgaben eine große Herausforderung. Und dennoch: dank der großen Hilfs- und Gastfreundschaft der Menschen im Projektgebiet kann ein solcher Einsatz sicher auch zu einer großartigen Erfahrung werden. Wer zwischen 18 und 28 Jahre alt ist, sich gesund und fit fühlt, kann sich gern bei Ranoala oder arche nova e.V. bewerben.
Genialsozial Projekte
Von 2015 bis 2017 wurden die Projekte in Madagaskar durch Gelder des Programms „genialsozial“ der Sächsischen Jugendstiftung unterstützt.
Neben Aufforstungsarbeiten standen Umweltbildung und die Förderung des kulturellen Austauschs im Mittelpunkt.
Mit den Projektgeldern wurde die Ausstattung der Baumschule und die Anstellung von Waldarbeitern gefördert. In der Projektlaufzeit konnte das Aufforstungsgebiet mit vielen neuen Bäumen bepflanzt und der Schutz des bestehenden Restwaldes gesichert werden.
Des Weiteren wurde die seit 2014 bestehende Jugendinitiative Analasoa Club mit vielen Bildungsangeboten unterstützt. Dazu gehörten Exkursionen in nahe und fernere Nationalparks, Waldcamps in Schutzgebieten und Projektwochen zum Thema Umweltschutz. Dadurch konnte eine Gruppe von über 50 jungen Menschen für Umweltengagement begeistert werden.
Darüber hinaus widmete sich das Projekt dem interkulturellen Austausch zwischen Anjahambe und der Partnerschule in Altenberg. Eine gemeinsame Internetseite analasoa.org wurde eingerichtet, über die sich die Jugendlichen über ihre Projekte und Regenwaldwissen austauschen können. Um die Grundlagen für die Kommunikation zu ermöglichen, wurde 2016/2017 ein Bibliotheksgebäude neben dem Gymnasium Anjahambe errichtet und mit Solaranlage, Computern und Büchern ausgestattet. Schülerinnen und Schüler des Analasoa Clubs bekamen die Möglichkeit, an Informatik- und Englischkursen teilzunehmen.
Höhepunkt des Projekts war der Besuch vier deutscher Schülerinnen in Anjahambe 2015 und die gemeinsame Exkursion in den Andasibe-Mantadia Nationalpark.



